Bratwurst - Thüringer Rostbratwurst

die größte Konkurrenz zum "Nermbercher Broatwörschtla"




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 Rezeptregister-Nr:  W287
 Erfassungsdatum:  14. 08. 2013
   
Herkunftsland:  Deutschland, Thüringen
Aliasname:  Thüringer Roster

Beschreibung:

Im Unterschied zur "Nürnberger Rostbratwurst" enthält die "Thüringer" neben frischem Schweinefleisch auch entsehntes Rind- oder Kalbfleisch. Das Fleisch wird je nach regionaler Ausprägung fein oder mittelfein haschiert und herzhaft gewürzt. Bis 2012 mussten zur Herstellung der "Thüringer" mindestens 51% der Grundzutaten aus der Region Thüringen stammen.

Genau wie die "Nürnberger" hat die "Thüringer" eine jahrhundertealte Vergangenheit. Wie aus der Abschrift einer Propstei-Rechnung des Arnstädter Jungfrauenklosters von 1404 über "1 gr vor darme czu brotwurstin" was soviel wie "1 Groschen für Bratwurstdärme" bedeutet hervorgeht.

Die älteste Rezeptur stammt wahrscheinlich aus der "Ordnung für das Fleischerhandwerk zu Weimar, Jena und Buttstädt" vom 2. Juli 1613. Im "Thüringisch-Erfurtische Kochbuch" von 1797 wird neben der frischen Bratwurst auch eine geräucherte Variante beschrieben.

Heute hat die "Thüringer" ein Stückgewicht von 100 bis 150 Gramm und ist mindestens 15 bis 20 Zentimeter lang. Sie besteht aus magerem Schweinefleisch, Schweinebacken ohne Schwarte und entsehntem Kalb- oder Rindfleisch. Das Fleisch darf nicht umgerötet (gepökelt) werden

Gewürzt wird die "Thüringer" aus einer Mischung von Salz, Pfeffer, Kümmel, Majoran und Knoblauch.

Zum Verkauf wird die "Thüringer" frisch oder gebrüht angeboten. Frische Würste müssen nach der Hackfleischverordnung am gleichen Tag zubereitet oder verkauft werden. Gebrühte Würste dürfen noch maximal 10 Tage nach der Herstellung zum Verkauf angeboten werden.