Gemüse - Queller - Meeresspargel

der Spargel aus dem Watt




Kategorie: Gemüse - Spargel

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 Rezeptregister-Nr:  S446
 Erfassungsdatum:  09. 08. 2012

Beschreibung:

Europäischer Queller ist eine Gruppe von sehr ähnlichen und schwer unterscheidbaren Kleinarten der Fuchsschwanzgewächse. Typisches Merkmal dieser Pflanzen ist das dickfleischige Erscheinungsbild. Größtenteils ist der Queller erstbesiedler von überfluteten Wattböden. Im Volksmund ist der Queller auch als Meeresspargel, Meerfenchel, Meeresbohne, Glasschmelz oder Glasschmalz bekannt.

Der Queller ist eine einjährige Salzpflanze die zwischen 5 und 45 Zentimeter hoch wird. Je nach Art ist der Stengel mehr oder weiniger verzweigt und kann sowohl aufrecht als auch niederliegend wachsen. Die Stengel sind dickfleischig-glasig an dem sich zu Schuppen reduzierte Blätter ausbilden. Seine Farbe ist meistens grün. Er kann aber auch rötliche oder grüngelb sein. Alle Quellerarten nehmen im Herbst eine intensive rötlich Färbung ein.

Queller blüht von Juni bis September. Die Blütenstände sind zwittrig und bilden Kapselfrüchte aus. Diese Früchte werden auch Salzentzieher genannt.

Hauptverbreitungsgebiet ist das nördliche Europa, Russland, China, Japan, Korea und Indien.

Durch seine hohe Überflutungs- und Salztoleranz wächst der Queller zusammen mit dem Salz-Schlickgras sehr weit ins Meer hinein.

Im Wattbereich der Nord- und Ostsee, im Mittelmeerraum und an der Atlantikküste kommen sehr große Bestände vor. Auf salzhaltigem Boden findet man den Queller auch im Binnenland.

Die im Spülsaum angetriebenen Quellersamen sind im Winter eine wichtige Nahrungsquelle für Berghänfling, Schneeammer, Bergfink, Ohrenlerche und Birkenzeisig.

Queller ist essbar und hat einen leicht pfeffrigen Geschmack. Er kann sowohl roh, blanchiert oder in Essig eingelegt gegessen werden. Verwendet werden nur die Pflanzenspitzen, die ab Mai per Hand geerntet werden.

Die Asche vom Queller wurde früher zur Seifenherstellung verwendet. Zur Herabsetzung der Schmelzpunktes von Glas wird Queller auch in der Glasbläserei verwendet. Deshalb auch der Name Glasschmelz.