Ysop

Guter Ysop muss bitter sein

Manfred's Rezeptekiste

Rezeptregister-Nr: G117

Ysop als Gewürz- und Heilmittel ist seit langer Zeit bekannt. Schon im alten Testament wird Ysop als Reinigungs- und Desinfektionsmittel verwendet. Bei den Hebräern wurde er zur Tempelreinigung und zur Behandlung von Leprakranken eingesetzt. Bei den Persern wurde er zur Körperpflege benutzt. Ysop-Bündel wurden aufgehängt um Krankheiten fernzuhalten.

Der Name Ysop wird aus dem Hebräischen 'ésóv abgeleitet. Als Gewürz- und Heilpflanze wird er seit dem 16. Jahrhundert kultiviert und ist bei uns auch als Josefskraut bekannt.

Als Heilmittel und zum würzen von Wein wurde Ysop bei den Römern verwendet. Zu uns kam Ysop durch die Benediktinermönche.

Die frischen oder getrockneten Blätter des Ysop fördern die Verdauung und machen fette Speisen verträglicher. Triebspitzen und Blüten sollten nur frisch verwendet werden. Ein russisches Sprichwort lautet "Guter Ysop muss bitter sein". Frischer Ysop riecht würzig und ähnelt dem Geruch von Rosmarin und Salbei.

Ysop sollte sparsam in Saucen, Salaten und Fleischgerichte verwendet werden, denn die Bitterstoffe sind sehr dominant.