Kerbel

der Gartenflüchtling

Manfred's Rezeptekiste

Rezeptregister-Nr: G115



Der Kerbel ist im Kaukasus, in Südrussland und im östlichen Mittelmeergebiet beheimatet.

Möglicherweise kam er auch erst durch die Römer, die den Kerbel schätzten, ins Mittelmeergebiet.

Von dort aus gelangte er im frühen Mittelalter nach Mitteleuropa, wo er stärker genutzt wurde als heute. Er half gegen Erkältungen und Gedächtnisstörungen.

Echter Kerbel ist ein Küchenkraut, das gerne in Gärten angebaut wird. Seine feinfiedrigen Blätter schmecken wie eine Mischung aus Petersilie und Anis. Kerbel gilt als Gartenflüchtling, denn er wechselt öfters seinen Standort.

Echter Kerbel findet hauptsächlich Verwendung als Gewürz. Er wird vor allem in Suppen, Salaten und Saucen und Kräuterbutter gebraucht. Der leicht pfeffrige Geschmack erinnert an Petersilie.

Er ist fester Bestandteil von "Fines herbes" und Frankfurter "Grie Soß". Da er zu den ersten Frühlingsboten gehört wird er traditionell in Gründonnerstags- und Ostergerichten verwendet.

Kerbel ist auch Bestandteil berühmter Kräutermischungen wie den Fines herbes oder der Frankfurter Grünen Sauce. Kerbel gehört zu den ersten Pflanzen, die im Frühling geerntet werden, deshalb ist er traditionell Bestandteil von Gründonnerstags- und Ostergerichten.

Kerbel sollte nur frisch in Salaten oder Kräuterquark verwendet werden, da er gefroren oder getrocknet ein Aroma verliert.

Beim Kerbel werden nur die Blätter verwendet. Diese sollten nur roh oder kurz erhitzt verwendet werden. Kerbel wird schnell welk und sollte deshalb verarbeitet werden.

Besonders gut schmeckt Kerbel in Kartoffelsuppen, Kräuterbutter, Mayonnaisen, Dips, Salatdressings, Spinat und Kräuterquark. Kräuteressig erhält mit Kerbel eine besonders feine Geschmacksnote.

Als Garnitur ist Kerbel bestens geeignet. Die Blätter streut man über Cremesuppen, Consommés oder gibt ihn gehackt auf Buttersaucen.