Oregano

Dost, wilder Majoran

Manfred's Rezeptekiste

Rezeptregister-Nr: G110



Oregano, Dost oder wilder Majoran ist ein einheimisches Gewürzkraut aus dem wärmeren süddeutschen Raum, das für den Kräutergarten kultiviert wurde. Er wächst in freier Natur an Wegrändern, Gebüschen und Waldrändern. Jedoch ist der Geschmack des einheimischen Oreganos nicht so intensiv wie aus dem Mittelmeerraum.

Der Name leitet sich vom griechischen "oros gano" ab und bedeutet Bergwonne. Nach der griechischen Sage soll Oregano von Aphrodite geschaffen worden sein. Die griechischen Brautpaare wurden mit Oregano bekränzt. Im Mittelalter galt Oregano als sicheres Mittel, die Liebe des Bräutigams zu gewinnen.

Oregano regt den Appetit an, soll bei Menstruationsbeschwerden, Halsentzündungen, Blähungen, Durchfall und Magenschmerzen helfen. Besonders wirksam kann man Atemwegserkrankungen behandeln.

Nicht genau kann man sagen wann Oregano als Küchenkraut benutzt wurde. Eventuell kannten die Römer bereits Oregano. Dies ist jedoch nicht eindeutig nachgewiesen. Eindeutig nachgewiesen ist der Einsatz von Oregano erst seit dem 17. Jahrhundert aus einem Basler Rezept, wo er als Zutat für Pfannkuchen verwendet wurde.

In der deutschen Küche spielt Oregano eine untergeordnete Rolle. Im Mittelmeerraum wird er zum würzen von Lamm, Tomatengerichte und Gemüseaufläufen verwendet. Jedoch ist er in der italienischen und spanischen Küche ein absolutes muss. Pizza und Tortilla sind ohne Oregano fast undenkbar.

Eine wichtige Rolle spielt Oregano in der Tex-Mex-Küche. Hier wird er zusammen mit Cumin, Chilis, Knoblauch und Zwiebeln verwendet. Er ist ein wichtiger Bestandteil von Chili con Carne. Jedoch wird hier meistens der mexikanische Oregano, der ein Verwandter des europäischen Oreganos ist verwendet. Dieser hat einer ähnlichen aber wesentlich intensiveren Geschmack.

Der echte griechische Oregano hat den intensivsten Geschmack und den besten Duft der auch beim zubereiten von Speisen nicht verloren geht. Ähnlich intensiv ist auch der türkische Oregano.