Thymian

Sandkraut

Manfred's Rezeptekiste

Rezeptregister-Nr: G108



Die Heimat des Thymians ist Afrika, Europa und das gemäßigte Asien. Die größte Artenvielfalt ist aber im Mittelmeerraum zu finden. Dort bevorzugt er nährstoffarme Böden und wächst an Wegrändern, Mauern und trockenen Weideflächen.

Es gibt verschiedene Thymianarten, die im Mittelmeerraum und auch hier wachsen.

Bereits bei den Ägyptern wurde er zur Einbalsamierung der Toten verwendet. In den Mythen der Griechen und Römer wurde Thymian als Weihrauch verbrannt.

Bei den römischen Soldaten waren Thymianbäder sehr beliebt, denn sie dienten zur Stärkung und galten als Symbol der Kraft. Bei den Griechen war Thymianöl nach dem Bad sehr beliebt. Im Mittelalter gaben die Damen den Kreuzrittern Tüchlein mit aufgestickten Thymianzweigen mit in den Kampf.

Im 17. Jahrhundert wurde Thymian zusammen mit Bier als Suppe gegen die Schüchternheit verabreicht.

In unserer Küche hat sich der aus dem Mittelmeerraum kommende "Echte Thymian" durchgesetzt. Qendel oder auch Sandkraut ist der wild wachsende Bruder des echten Thymians der auch in unserer Küche verwendet wird. Wegen seines Aromas ist auch der Zitronenthymian sehr beliebt.

Thymian zählt zu den winterharten Kräutern im Kräutergarten. Vom Frühjahr bis zum späten Herbst kann man seine Stiele ernten. Die zartrosa Blüten im Sommer sind ein besonderer Genuss in Salaten.

In der mediterranen Küche und im "herb de Provence" ist Thymian ein äußerst wichtiger Bestandteil.